Ratgeber
Schimmel – Ursachen, Erkennen & Professionelle Lösungen für Gebäude
Schimmel in Wohn- und Gewerbeimmobilien zählt zu den häufigsten Schadensbildern – besonders in älteren Gebäuden mit unzureichender Dämmung oder ungleichmäßiger Feuchtelast. Weiterführender Fachleitfaden des Umweltbundesamtes: Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen. Oft entsteht Schimmel schleichend und bleibt lange unbemerkt.
Diese Seite gibt einen umfassenden Überblick über Schimmelursachen, Prävention, Erkennung und nachhaltige Beseitigung.

1. Was ist Schimmel und warum entsteht er?
Schimmel sind Mikroorganismen, die sich in feuchter Umgebung entwickeln. Drei Faktoren sind entscheidend:
- Feuchtigkeit (z. B. Kondensat, Leckagen, Kapillarfeuchte)
- Nährstoffe (z. B. Tapetenleim, Gipskarton, Staub, Textilien)
- Temperatur (problematisch: 15-25 °C)
In älteren Wohnbeständen – häufig aus den 1950er-1970er Jahren – begünstigen bestimmte Bauweisen Feuchtstellen: ungedämmte Außenwände, Wärmebrücken oder nachgerüstete, sehr dichte Fenster ohne Lüftungskonzept.
Einen Überblick über bauliche und nutzerbedingte Feuchtequellen bietet der Ratgeber „Schimmel im Haus“ des Umweltbundesamtes.
2. Typische Schimmelursachen in Wohnungen und Häusern
Schimmel entsteht selten durch „falsches Lüften“ allein. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen.
2.1 Bauliche Ursachen
- Fehlende oder unzureichende Dämmung
- Wärmebrücken an Außenwänden, Rollladenkästen oder Betondecken
- Feuchtigkeit durch aufsteigende Nässe oder defekte Abdichtungen
- Undichte Dächer oder Leitungen
Mehr zu baulichen Ursachen an Außenwänden: Hinweise zur Vermeidung von Schimmelpilzbildung nach DIN 4108‑2 (PDF).
2.2 Nutzerbedingte Ursachen
- Zu geringe Luftzirkulation durch Möbel an kalten Wänden
- Hohe Feuchtebelastung in Bad und Küche
- Falsches oder unzureichendes Lüften
- Unregelmäßiges Heizen
2.3 Klima- und Standortfaktoren
- Hohe Luftfeuchte in Herbst und Winter
- Stark gedämmte Gebäudehüllen ohne Lüftungskonzept
- Große Temperaturdifferenzen zwischen Wohnräumen und Außenklima
3. Schimmel erkennen: Woran Sie frühzeitig Schäden bemerken
Schimmel wird oft erst sichtbar, wenn dunkle Flecken auftreten. Frühe Warnsignale sind jedoch:
- Muffiger Geruch
- Kondenswasser an Fenstern
- Kalte Wandbereiche
- Feuchte Tapeten oder Putzabplatzungen
4. Schimmel entfernen – Was ist erlaubt und was sinnvoll?
4.1 Kleinere Schimmelstellen
- Oberflächliche Flecken können teilweise selbst entfernt werden
- Geeignet: Schimmelschutz-Sprays, Alkohol 70-80 %, Wasserstoffperoxid
- Hinweis: Poröse Baustoffe wie Gipskarton sollten meist ersetzt werden
4.2 Größere und wiederkehrende Schäden
Bei deutlichem oder wiederkehrendem Befall sollte unbedingt Fachpersonal beauftragt werden – sowohl zur Entfernung als auch zur Ursachenermittlung. Nachhaltige Lösungen gehen immer über das reine Entfernen von Schimmel hinaus.
Mehr über professionelle Methoden: Richtlinie zum sachgerechten Umgang mit Schimmelpilzschäden in Gebäuden (Netzwerk Schimmel, BVS).
5. Schimmel in spezifischen Bauteilen
5.1 Schimmel an Außenwänden
Ursachen:
- Wärmebrücken
- Ungedämmte Fassaden
- Blockierte Luftzirkulation durch Möbel
5.2 Schimmel in Raumecken
Raumecken gehören oft zu den kältesten Punkten – Feuchtigkeit kondensiert dort zuerst. Mehr dazu: [Link]
5.3 Schimmel im Bad
Hohe Feuchtelast, unzureichende Lüftung und Silikonfugen sind typische Risikobereiche.
5.4 Schimmel im Schlafzimmer
Kombination aus Atemfeuchtigkeit und kalten Außenwänden führt häufig zu Schimmel.
6. Prävention: Schimmelschutz für Wände, Putz & Tapeten
Prävention ist immer günstiger als Sanierung – besonders für Eigentümer und Hausverwaltungen.
6.1 Schimmelschutz an Wänden
- Regelmäßiges Stoßlüften
- Ausreichende Beheizung
- Abstand zwischen Möbeln und Außenwand halten
6.2 Schimmelschutz-Putz
Spezielle Putze können:
- Feuchtigkeit puffern
- Oberflächen länger trocken halten
- Schimmelbildung reduzieren
Ideal für Altbau-Sanierungen.
6.3 Schimmelschutz-Tapeten
Mineralfaser- oder Vliestapeten helfen, Feuchte zu regulieren.
Risikobereiche besser nicht mit Vinyl oder schweren Tapeten ausstatten.
6.4 Schimmelschutz-Sprays
Gut für die schnelle Desinfektion kleiner Stellen – aber keine langfristige Lösung.
7. Was sollten Mieter, Vermieter und Hausverwaltungen beachten?
Für Mieter
- Feuchteprobleme sofort melden
- Raumklima regelmäßig prüfen
- Möbel nicht direkt an kalten Außenwänden platzieren
Für Vermieter
- Klare Hinweise zu Lüften und Heizen bereitstellen
- Wiederkehrende Schimmelfälle professionell prüfen lassen
Für Hausverwaltungen
- Präventive Bestandsanalysen
- Energetische Sanierungskonzepte
- Dokumentation bei Reklamationen
Schimmel lässt sich langfristig nur im Zusammenspiel aller Parteien lösen.
8. Wann ist ein Fachbetrieb unbedingt notwendig?
Ein Fachbetrieb sollte eingeschaltet werden bei:
- Wiederholtem Schimmel trotz Reinigung
- Schimmel auf Gipskarton, Putz oder Dämmmaterial
- Relativer Oberflächenfeuchte > 80 %
- Baulichen Defekten (Risse, Leckagen, Rohrschäden)
- Gesundheitsbeschwerden der Bewohner
Professionelle Sachverständige erkennen Ursachen schnell und vermeiden Folgeschäden.
FAQ – Häufige Fragen zu Schimmel
Unter guten Bedingungen innerhalb weniger Tage. Frühzeitiges Handeln ist wichtig.
Unter guten Bedingungen innerhalb weniger Tage. Frühzeitiges Handeln ist wichtig.
Ja, sofern kein Fehlverhalten des Mieters vorliegt.
Ja. Medizinische Leitlinien weisen darauf hin, dass Schimmelpilzbefall in Innenräumen aus Vorsorgegründen nicht toleriert werden sollte, da u. a. Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auftreten können (siehe AWMF-Leitlinie Schimmelpilzexposition in Innenräumen).
Nur bei sehr kleinen, oberflächlichen Stellen.
Viele Gebäude haben energetischen Sanierungsbedarf; kombiniert mit hoher Winterfeuchte steigt das Risiko.
Professioneller Ansprechpartner in München
Für technische Analyse, Messung und nachhaltige Schimmelsanierung empfehlen wir:
iFOX GmbH
📞 Ansprechpartner: Alfred Sonnleitner
📧 info@ifox-einfachschlauer.de
Die iFOX GmbH unterstützt Eigentümer, Mieter und Hausverwaltungen im gesamten Großraum München dabei, Feuchtigkeits- und Schimmelschäden langfristig zu vermeiden.


